加拿大五大银行封禁第三方个人 AI 代理访问网上银行
Kanadische Banken sperren KI-Agenten
加拿大五大银行正封禁或限制第三方个人 AI 代理访问网上银行:RBC 在 10 月 27 日客户通知中称现有连接将失效,TD、BMO、CIBC 和 Scotiabank 也拒绝或限制此类代理登录。
Die fünf großen Banken Kanadas gehen auf Distanz zu persönlichen KI-Agenten: Sie sperren sie für das Onlinebanking, schränken sie ein oder unterstützen sie nicht. In den USA warnt die Bank of America ihre Kundinnen und Kunden. Damit wächst die Distanz zwischen Zahlungsnetzwerken, die Agenten an die Kasse lassen, und Banken, die den Zugang zum Konto verteidigen.
Die Royal Bank of Canada (RBC) sperrt persönliche KI-Agenten von Drittanbietern für ihr Onlinebanking. Bestehende Verbindungen solcher Agenten würden nicht mehr funktionieren, schreibt die Bank in einer Kundeninformation vom 27. Oktober. Einen Tag später berichtete Global News, dass auch TD, BMO, CIBC und Scotiabank Agenten den Zugang verwehren oder ihn begrenzen. Kundinnen und Kunden sollen ihre Bankgeschäfte über die Website, die App und die bankeigenen Werkzeuge erledigen.
Was die Banken sagen
Die Formulierungen unterscheiden sich, die Richtung ist dieselbe:
- RBC blockiert nach eigenen Angaben persönliche Agenten von Drittanbietern beim direkten Zugriff auf alle authentifizierten Digitalangebote, einschließlich des Onlinebankings.
- TD sperrt laut einer Stellungnahme gegenüber Global News alle persönlichen Agenten von Drittanbietern, wo eine Anmeldung nötig ist. Das gelte, bis die nötigen Schutz-, Freigabe- und Kontrollmechanismen stünden.
- BMO erlaubt KI-Agenten nach eigener Aussage weder den Zugriff auf seine digitalen Angebote noch das Ausführen von Transaktionen.
- CIBC unterstützt es nicht, dass persönliche Agenten Konten eröffnen oder darauf zugreifen, und rät davon ab, Zugangsdaten weiterzugeben.
- Scotiabank will den Zugriff von Agenten auf ihre Plattformen einschränken.
Die Begründung: Passwörter in fremder Hand
RBC begründet den Schritt mit Sicherheits-, Datenschutz- und Betrugsrisiken. Persönliche Agenten bräuchten Zugriff auf Onlinekonten und speicherten dafür unter Umständen Passwörter, schreibt die Bank. Je selbstständiger Agenten handelten, desto größer sei der mögliche Schaden, bis hin zu Risiken für das Finanzsystem. Global News verweist zudem auf einen Bericht von Axios, nach dem Agenten in einzelnen Fällen Aktionen ohne Anweisung der Nutzerinnen und Nutzer versucht haben sollen.
Auch die Bank of America zieht eine Grenze, sperrt aber nicht. In einer E-Mail an Kundinnen und Kunden, über die TechCrunch berichtet, bittet sie, Zugangsdaten nicht an KI-Werkzeuge weiterzugeben, die anbieten, im Namen der Kundinnen und Kunden zu handeln. Wer es doch tue, sei für die daraus entstehenden Aktivitäten selbst verantwortlich. Die Bank bestätigte TechCrunch die Echtheit der Mail. RBC verweist auf seine Sicherheitsgarantie, die nicht greift, wenn Kundinnen und Kunden ihre Passwörter weitergeben.
Zwei Wege zum Agentenkauf
Die Sperren fallen in eine Woche, in der Handel und Zahlungsnetzwerke Agenten weiter an die Kasse lassen. Walmart öffnet ab November Agentenprofile mit Ausgabenlimits für ChatGPT, Gemini und Metas Agenten Muse. Mastercard testet Agentenzahlungen mit signierten Quittungen innerhalb vorab freigegebener Grenzen.
Der Gegensatz ist kleiner, als er auf den ersten Blick wirkt. Die Banken wehren sich gegen Agenten, die sich mit dem Passwort der Kundinnen und Kunden ins Konto einloggen. Die Modelle von Walmart und Mastercard setzen dagegen auf eigene Schnittstellen, Limits und Freigaben, bei denen der Agent die Zugangsdaten nicht kennt. Bereits im September hatten Banken wie NatWest, Bank of America und ING Leitplanken für kaufende Agenten gefordert, darunter Kennzeichnungspflichten und nachvollziehbare Agentenentscheidungen.
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