手工制品销售的法律风险:GPSR、CE 与撤销权要点
Handmade verkaufen: Wo die rechtlichen Stolperfallen lauern
手工制品卖家在德国销售自制商品时不仅算经销商,还被视为制造商,须遵守 EU 产品安全法规 GPSR,在产品或包装及线上商品页标明制造商名称、联系地址并确保商品可明确识别。缝制的毛绒玩具属玩具,须带 CE 标识才能销售;肥皂和沐浴球适用化妆品法,纺织品须按规定标注纤维成分。撤销权方面,并非每件单品都自动排除撤销权,关键在于商品是否确实按客户个性化要求制作。
Handgemacht heißt nicht rechtsfrei
Wer selbst herstellt, ist rechtlich nicht nur Händler, sondern auch Hersteller. Damit greift unter anderem die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR). Sie verlangt zum Beispiel, dass Name und Kontaktanschrift des Herstellers auf dem Produkt oder der Verpackung stehen und das Produkt eindeutig identifizierbar ist. Diese Angaben müssen auch im Online-Angebot auftauchen.
Hinzu kommen je nach Produkt besondere Regeln. Ein genähtes Kuscheltier ist rechtlich Spielzeug – und Spielzeug darf nur mit CE-Kennzeichnung verkauft werden. Wer Seife oder Badebomben herstellt, bewegt sich im Kosmetikrecht. Und bei Textilien schreibt das Gesetz vor, wie die Faserzusammensetzung angegeben werden muss.
Auch beim Widerrufsrecht gibt es häufig Missverständnisse. Nicht jedes Einzelstück ist automatisch vom Widerruf ausgeschlossen. Entscheidend ist, ob die Ware tatsächlich nach den individuellen Vorgaben des Kunden angefertigt wurde.
Für Handmade-Händler lautet die Frage deshalb nicht, ob Vorschriften gelten, sondern: Welche Pflichten hängen genau an meinem Produkt?
Workshop mit Praxisbeispielen
In meinem Workshop „Stolperfallen im Handmade-Bereich“ auf dem Händlerbund SellerDay schauen wir uns an, welche rechtlichen Pflichten beim Verkauf selbst hergestellter Produkte auf dich zukommen.
Dabei geht es ganz praktisch um Fragen wie: Welche Angaben müssen auf das Etikett? Wann ist ein Produkt Spielzeug – und was folgt daraus? Ab wann gilt eine Ware als personalisiert? Und was ändert sich, wenn ich nicht nur im eigenen Shop, sondern auch auf Marktplätzen verkaufe?
Außerdem werfen wir einen Blick auf Themen, die oft erst auffallen, wenn es zu spät ist: Stoffe mit Lizenzmotiven, Begriffe wie „Bio“ oder „nachhaltig“ in der Produktbeschreibung und die Frage, welche Werbeaussagen überhaupt erlaubt sind.
Wer handgemachte Produkte verkauft, muss vor den Vorschriften also keine Angst haben – sollte sie aber kennen, bevor das erste Paket rausgeht.
Beim Händlerbund SellerDay gehen wir deshalb anhand konkreter Beispiele durch, worauf du achten musst und wie du typische Fehler von Anfang an vermeidest.
Rechtlich auf dem neuesten Stand
Neue Vorgaben, Abmahnrisiken, Markenrecht: Wer online verkauft, muss am Ball bleiben. Beim Händlerbund SellerDay am 29.10.2026 in Leipzig bekommst du aktuelle rechtliche Updates direkt von unseren Fachanwält:innen – kompakt und verständlich erklärt.
来源:haendlerbund · ohn.haendlerbund.de